Botenstoffe im Hirn.

Z.B. sollen Antidepressiva wie Serotonin (+Noradrenalin)-Wiederaufnahmehemmer den Spiegel dieser Botenstoffe im Hirn erhöhen und somit für bessere Stimmung sorgen.

Neurotransmitter wie

  • Serotonin
  • Noradrenalin
  • Dopamin

spielen eine besondere Rolle bei der Regulierung umfassender Zustände wie Schlaf oder Gemütsverfassung und regulieren im Gehirn Emotionen, Stimmung, Konzentration, Appetit, Energie und verschiedene kognitive Fähigkeiten. Zunehmende Konzentrationen dieser Neurotransmitter fördern die Entspannung und können beim Einschlafen helfen. Weitere Botenstoffe:  

  • γ-Aminobuttersäure (GABA)
  • Anandamid ("Ananda" = Freude, Wonne, Glück)

 

 

Bestimmte Vitalstoffe wie Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe sollen helfen, die Konzentration dieser Botenstoffe im Hirn zu steigern.


Serotonin.

Was man darüber für Informationen finden kann.

 

SWR 21.12.2031:

Serotonin kann nicht über Nahrung aufgenommen werden.

Serotonin kommt auch in Lebensmitteln vor, zum Beispiel in Ananas, Kiwi, Pflaumen, Tomaten oder Bananen. Die Früchte gelten deshalb oft als sogenanntes Happy Food. Hier versteckt sich jedoch ein Missverständnis: Serotonin, welches über die Nahrung aufgenommen wird, kann die Blut-Hirn-Schranke nicht passieren und landet daher nicht im entscheidenden Hirnareal.

 

Voraussetzungen für ungestörte Serotonin-Bildung

https://www.brain-effect.com

Gesunde Darmflora 

Serotonin steht nach ersten wissenschaftlichen Erkenntnissen ebenso in Verbindung mit deinem Nervensystem im Darm. Auch beeinflusst es das Herz-Kreislauf-System, beispielsweise die Kontraktion der Blutgefäße.  Da ca. 95 % des Serotonins im Darm gebildet werden, ist es sehr wichtig, dass er gesund ist, um das Hormon bilden zu können.

Aminosäuren 

Serotonin wird beispielsweise aus bestimmten Aminosäuren gebildet, insbesondere betrifft das die Aminosäure Tryptophan.

Vitamin B6

trägt zu einer normalen psychischen Funktion bei. Laut erster wissenschaftlicher Erforschungen unterstützt es als Cofaktor konkret die Umwandlung von Aminosäuren zu Serotonin und ist damit wichtig für die Bildung des Glückshormons.

Das Vitamin B6 kann leider nicht vollständig vom Körper selbst hergestellt werden, ist aber zum Glück in vielen Lebensmitteln enthalten. 

Omega-3-Fettsäuren 

Genauer gesagt hilft ein wichtiger Bestandteil der Omega-3-Fettsäuren, die Eicosapentaensäure (EPA), durch die Verringerung von Entzündungen im Gehirn, die Freisetzung von Serotonin aus den Serotonin-Neuronen.

 

 

Aminosäure L-Tryptophan 

Nahrungsergänzungsmittel können dein Serotonin erhöhen, beispielsweise über die Aminosäure L-Tryptophan. L-Tryptophan ist eine Vorstufe von Serotonin, was bedeutet es wird aus Tryptophan synthetisiert. Eine weitere solche Vorstufe von Serotonin ist der Stoff 5-HTP (5-Hydroxytryptamin), der den Vorteil hat, dass er die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann.

Lebensmittel mit hohem Eiweiß-, Eisen-, Riboflavin- und Vitamin B6-Gehalt enthalten in der Regel große Mengen an Tryptophan. Auch wenn Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an dieser Aminosäure allein den Serotoninspiegel nicht erhöhen, gibt es eine Möglichkeit, dieses System zu umgehen: Kohlenhydrate.

Kohlenhydrate führen dazu, dass der Körper mehr Insulin ausschüttet, was die Aufnahme von Aminosäuren fördert und Tryptophan im Blut zurücklässt. Wenn du Lebensmittel mit hohem Tryptophananteil mit Kohlenhydraten mischst, kannst du einen Serotoninschub bekommen (z.B. Reis, Haferflocken, Vollkornbrot).

Quelle: meinwegausderangst.de

 

Außerdem trägt Tryptophan zu einem gesunden Schlaf bei. Sobald der Körper das Tryptophan in Serotonin umgewandelt hat, kann es einen neuen Neurotransmitter namens Melatonin bilden.

Laut der Gesundheitsabteilung der University of Michigan sind die folgenden Dosierungen allgemeine Richtlinien für die Dosierung von L-Tryptophan (mg über den Tag verteilt):

  • Schlafstörungen: 1000-2000
  • chron. Schmerzen, Migräne: 2000-4000
  • PMS oder PMDD: 2000-4000
  • Depressionen: 2000-6000
  • Senkung v Appetit, Heißhunger: 500-2000

Quelle: vitaminexpress.org

 

 

 

Aminosäure L-Theanin

fördert die Entspannung und erleichtert den Schlaf, indem es zu einer Reihe von Veränderungen im Gehirn beiträgt:

L-Theanin steigert den GABA-Spiegel (γ-Aminobuttersäure) und erhöht außerdem den Serotonin- und Dopaminspiegel. 

L-Theanin steigere auch die Produktion von Alphawellen im Gehirn, was Entspannung auslösen, Stress abbauen und Depressionen verringern könne.

Quelle: harnisch.com

 

 


Gamma-Aminobuttersäure (GABA)

ist ein weiterer Neurotransmitter im Nervensystem. 

"Komplikationen des GABA-Mangels sind Heißhunger auf Zucker/Süßigkeiten, Parästhesien, Muskelverspannungen, Ohrgeräusche (Tinnitus), veränderte Geruchsempfindungen, nächtliches Schwitzen, Hyperventilation, Tachykardien, Gedächtniseinbußen, Impulsivität, Ungeduld, Ängste."

>> Quelle & mehr dazu:   dr-bieger.de 

L-Theanin steigert z.B. auch den GABA-Spiegel (γ-Aminobuttersäure)

 


Anandamid

ist ein vom Gehirn produzierter Neurotransmitter, der an THC-Rezeptoren bindet. Es wurde nach dem Sanskrit-Wort das „Glücksmolekül“ genannt Ananda demnach bedeutet Freude, Wonne oder Glück. Es gilt als Endocannabinoid – eine vom Körper produzierte Substanz, die an Cannabinoidrezeptoren bindet.

Es wird in Bereichen des Gehirns synthetisiert, die für Gedächtnis, fortgeschrittenes Denken und Bewegung wichtig sind. Es spielt eine wichtige Rolle bei der Regulierung von Schmerzen, Appetit und Fruchtbarkeit. Es verhindert auch die Vermehrung von Krebszellen.

Quelle: https://hamppumaa.fi

Immer mehr wissenschaftliche Studien bringen einen niedrigen Endocannabinoid-Spiegel mit so unterschiedlichen Krankheitsbildern wie Autismus, Migräne, Fibromyalgie oder Reizdarmsyndrom in Verbindung.

(gefunden auf thebeeminelab.com)


Melatonin 

 


Serotonin

Voraussetzungen für ungestörte Serotonin-Bildung:

  • Gesunde Darmflora 
  • Aminosäure Tryptophan
  • Aminosäure L-Theanin
  • Vitamin B6
  • Omega-3-Fettsäuren 

https://www.brain-effect.com

Dopamin

Dopamin, synthetisiert aus Phenylalanin bzw. Tyrosin, ist verantwortlich für deine Antriebskraft.

Steigert den Dopaminspiegel:

  • Aminosäure L-Theanin
  • Omega 3 Fettsäuren

Mein Medikament gegen Restless Legs Pramipexol ist übrigens ein Dopamin Antagonist. Das gute Ansprechen auf eine dopaminerge Therapie legt eine Störung des dopaminergen Systems nahe, die im einzelnen noch nicht geklärt ist.

Quelle: deutsche-apotheker-zeitung.de

 

Noradrenalin

Noradrenalin ist ein Katecholamin-Neurotransmitter, dessen Bildung zunächst von Tyrosin abgeleitet, dann in Levodopa und später in Dopamin umgewandelt.

(mein Medikament gegen Restless Legs Pramipexol ist übrigens ein Dopamin Antagonist)

Anandamid

10 Wege das ENDOCANNABINOID-SYSTEM zu stärken

(https://thebeeminelab.com/de/10-wege-um-ihr-endocannabinoid-system-zu-staerken/)

"Zugegeben: Man könnte sich auf den Konsum von CBD-reichen Cannabisprodukten beschränken. Ratsamer ist es allerdings, das Endocannabinoid-System auf mehrere Arten zu stärken. Warum? Die Antwort ist ganz einfach: Je mehr Sie die Funktion Ihres ECS unterstützen, umso besser wirken auch CBD-Produkte.

  • Körperliche Betätigung 
  • Sonne
  • hochwertige Fettsäuren 
  • Kälteexposition (sei es durch kalte Duschen oder Winterspaziergänge) 
  • Stress reduzieren 
  • Elektrolyte (Kalzium, Kalium und Magnesium) 
  • Vitamin A
  • Kakao (reines Kakaopulver und Schokolade mit einem Anteil von mehr als 70 %)
  • grüner Tee.(enthält Antioxidantien, sogenannte Catechine)
  • Pestizide oder Mikroplastik vermeiden (z.B. abgefülltes Wasser)

γ-Aminobuttersäure (GABA)

Steigert den GABA Spiegel

  • Aminosäure L-Theanin

Melatonin

Bildet der Körper aus Tryptophan.


Antidepressive Vitalstoffe 

Magnesium

spielt eine wichtige Rolle für die Funktion von Gehirn und die Stabilisierung der Stimmung. Ein niedriger Magnesiumspiegel wird mit einem erhöhten Risiko für Depressionen in Verbindung gebracht.

Folat / Folsäure

unterstützt Prozesse der Zellteilung, der Zelldifferenzierung und der Regeneration der Zellen. Zusammen mit Vitamin B12Vitamin B6 und Vitamin B2 reguliert es den Homocysteinstoffwechsel. Hohe Konzentrationen an Homocystein können die Blutgefäße schädigen und werden auch im Zusammenhang mit Demenz und Depressionen diskutiert.

Quelle: www.lebensmittelverband.de

 

Vitamin B12 

Cobalamine (Vitamin B12 ) werden nur durch Mikroorganismen gebildet. Zwar stellen auch die Bakterien im Dickdarm Vitamin B12 her, dieses ist allerdings für den menschlichen Organismus nicht ausreichend nutzbar. Aus diesem Grund sind wir auf Vitamin B12 aus der Nahrung zwingend angewiesen. Dort findet man es in tierischen Lebensmitteln wie Leber, Muskelfleisch, Fisch und Eiern. Das Risiko eines B12-Mangels ist daher sehr gering und betrifft eher Vegetarier bzw. Veganer. Aber auch Menschen mit Magen-Darm-Erkrankungen (Gastritis, Morbus-Crohn etc.) kann es zu einem Mangel kommen. Allerdings ist auch eine Überdosierung möglich und kann krebsfördernd sein.

Quelle: www.klartext-nahrungsergaenzung.de

 

Zink

Man habe herausgefunden, dass Zink eine entscheidende Rolle bei der Regulierung der Kommunikation zwischen den Zellen im Gehirn spielt, und es beeinflusst, wie unser Körper auf Stress reagiert. Ein Zinkmangel könne das Risiko für Depressionen, Lern- und Gedächtnisstörungen sowie Aggression und Gewalt erhöhen.